synaix Newsletter Ausgabe 06/2010 vom 01.06.2010
Das derzeit existierende System für das Digitale Rechtemanagement (DRM) führt in eine Sackgasse. Der Schutz der Rechteinhaber für Bücher, Musik, Videos etc. muss gewährleistet sein, andererseits wünschen die Benutzer eine Verwendbarkeit auf verschiedenen Geräten.
Genau dieser Plattform- übergreifende Austausch von Inhalten ist derzeit aber aufgrund der proprietären DRM- Systeme nicht legal möglich. Die Folge: die Endnutzer nutzen Filesharing als einfache und billige - wenn auch nicht gerade legale - Zugriffsmöglichkeit. Apple hat mit seinen iTunes als eines der ersten Unternehmen einen anderen Weg eingeschlagen, das "Watermarking". Dabei werden die Inhalte und Rechteinformationen miteinander verbunden und mit dem einzelnen Kunden verknüpft. Dadurch wird eine Weitergabe nachvollziehbar und kann auch rechtlich verfolgt werden.
Die Unternehmensberatung Arthur D. Little entwickelt in einem aktuellen Bericht drei mögliche Zukunftsszenarien des DRMs:
Der erste Vorschlag, also die Weiterführung der aktuellen Situation, würde sicherlich über kurz oder lang das Aus für DRM bedeuten. Ob es sinnvoll ist, einen neuen Standard für zukünftige DRM- Systeme aufzubauen, ist hinsichtlich der Kompatibilität und weiteren Nutzbarkeit von vorhandenen Daten aus unserer Sicht fraglich. Das Watermarking ist ein pragmatischer Weg, den namhafte Unternehmen wie Apple schon gehen und dieses Verfahren damit weiter nach Vorne bringen.
Mit zunehmender Technologisierung sollten wir auch lernen, die neuen Möglichkeiten mit anderen Verfahren umzusetzen und diese zu akzeptieren, und nicht alte Systeme krampfhaft anzupassen. Dabei müssen wir vor allem lernen, Verantwortung über unsere Daten zu übernehmen - egal ob das unsere persönlichen Daten sind, gekaufte mp3-Dateien oder unser WLAN- Zugang.