Vorteile durch steigende IT- Industrialisierung

synaix Newsletter Ausgabe 03/2010 vom 03.03.2010

Die Industrialisierung der IT in den Unternehmen hat im letzten Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht. Die jährlich erscheinende Capgemini- IT- Trends- Studie stuft knapp die Hälfte der aktuellen Studienteilnehmer als "Industrialisierungs- Vorreiter" ein, im Vergleich zu 34,7 Prozent in 2009. Befragt wurden die IT-Verantwortlichen von 133 Konzernen und großen Mittelständlern im deutschsprachigen Raum. Bei den Industrialisierungsnachzüglern bestätigte sich diese Tendenz: Ihr Anteil sank von 45,3 Prozent in 2009 auf jetzt 30 Prozent. 

Als Kriterien für die Berechnung des Indexes wurden die Eigenleistungstiefe sowie der Grad der Automatisierung und Standardisierung von Hardware, Software und Prozessen ermittelt. Begünstigt wurde die positive Entwicklung durch die weltweite Krise: viele IT- Leiter waren einfach gezwungen, ihre Abteilungen schlanker aufzustellen und Fixkosten zu reduzieren. Diese Aufgabe haben die Industrialisierungs- Vorreiter konsequent umgesetzt und verschaffen sich damit Spielräume, um neue Themen anzugehen und Unternehmensprozesse zu unterstützen.

Während die IT-Abteilungen von Industrialisierungs-Vorreitern schlank aufgestellt sind und viele Leistungen von externen Dienstleistern erbracht werden, haben Industrialisierungs-Nachzügler eine hohe Zahl eigener Mitarbeiter und lagern wenig aus. Entsprechend unterschiedlich sind die Probleme der beiden Gruppen: Die einen (Vorreiter) kämpfen vor allem mit zu vielen Externen im Verhältnis zu eigenen Mitarbeitern sowie mit interner Politik. Die Industrialisierungs-Nachzügler stehen in erster Linie vor organisatorischen Herausforderungen wie der Bewältigung der vielen Projekte, die gleichzeitig durchgeführt werden müssen, zu wenig internen Ressourcen sowie unklaren Projektzielen.

Auch in thematischer Hinsicht setzen die IT- Leiter auf Struktur: mit der Virtualisierung führt ein Infrastrukturthema die Liste der wichtigsten Technologien und Anwendungen an. Auf den weiteren Plätzen folgen drei Themen rund um Informationsqualität: Master Data, Business Information- sowie Data Quality Management. "Damit dominieren in diesem Jahr Projekte, die das Ziel haben, aus den bereits gesammelten Daten zusätzlichen Mehrwert für das Geschäft zu generieren. Die IT spielt also eine immer größere Rolle bei der Umsetzung der unternehmerischen Ziele", kommentiert Dr. Peter Lempp, Geschäftsführer der Capgemini Deutschland GmbH. Neu aufgesetzt werden in diesem Jahr auch viele Projekte rund um Identity und Access Management sowie Unified Communications- Lösungen. Dagegen genießen Themen wie Social Networking Tools, öffentliche Blogs oder Microblogging zwar einen Aufmerksamkeitswert, rangieren aber in der alltäglichen IT- Praxis auf den hinteren Plätzen.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

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