Windows 7 ist da - und jetzt?

synaix Newsletter Ausgabe 11/2009 vom 03.11.2009

Windows 7 ist noch keine zwei Wochen im Handel - jetzt wird diskutiert, ob man für den Einsatz besser das Erscheinen des ersten Service Packs abwartet. Spätestens seit Vista folgen viele Unternehmen dem Ratschlag von Experten, zwischen 12 und 18 Monaten mit Testen und Migration auf ein neues Betriebssystem zu warten, wenn kein direkter Handlungsbedarf besteht. 

Der Vorteil: die unabhängigen Software-Hersteller haben so genügend Zeit, ihre Produkte auf die neue Plattform hin anzupassen und auch die Entwicklung von Treibern kann noch weiter reifen. Schließlich erspart die IT- Abteilung sich und den Usern damit auch einige Fehler oder Inkompabilitäten, die sich erst im Praxiseinsatz zeigen.

Bei Vista hatten Beratungsunternehmen wie Gartner den Anwendern zu einer behutsamen Migration geraten - mit gutem Grund. Doch jetzt drängen gerade die Analysten von Gartner darauf, möglichst schnell mit dem Testen von Windows 7 zu beginnen - warum? Bislang waren Service Packs vor allem kumulierte Sicherheitspatches. Doch die gibt es heutzutage meist automatisiert über Windows- Updates, so dass die meisten Benutzer die Patches schon haben werden. Ein Service Pack für Windows wird daher in erster Linie neue Funktionen mit sich bringen. Und wenn Unternehmen jetzt mit dem Testen begännen, würden sie bei einem Rollout in 12 Monaten sowieso die Version mit Service Pack 1 installieren, so Gartner Analyst Steven Kleynhans.

Microsoft hat mitgeteilt, das erste Service Pack für Windows 7 sei etwa in einem Jahr zu erwarten - das wäre im Oktober 2010. Doch dieses SP wird aufgrund der regelmäßigen Updates nicht mehr mit dem Service Pack 1 von Windows XP zu vergleichen sein. Windows 7 hat bereits zahlreiche Tests durchlaufen und ein deutlich umfangreicheres Beta-Programm hinter sich als die Vorgängerversionen. Zum Bug-fixing wird Microsoft entsprechende Patches verteilen. Und mit dem XP-Modus bietet Microsoft auch direkt ein Mittel gegen inkompatible Anwendungen an: Sollten sich Anwendungen mit Windows 7 nicht vertragen, lässt sich verhältnismäßig einfach die gewohnte XP-Umgebung emulieren.

Wenn man mit dem Umstieg zu lange wartet, riskiert man außerdem, zu spät auf einen Innovationszyklus aufzuspringen. Microsoft fährt derzeit die Politik, fünf Jahre Mainstream Support und dann weitere fünf Jahre erweiterten Support anzubieten. Viele Unternehmen setzen derzeit immer noch XP ein. Doch XP ist bereits seit April im Support-Zyklus für Extended Support und dieser soll nach derzeitigem Stand im Frühjahr 2014 auslaufen. Dann wird es von Microsoft auch keine Sicherheits-Updates für das Betriebssystem geben. Die Experten von Gartner gehen davon aus, dass die meisten ISVs (Independent Software Vendors) sich ab 2011 vom Support für XP verabschieden werden. Damit beginnt ab 2012 laut Gartner die "Gefahrenzone" für XP- Nutzer. Wer mit dem Testen auf das SP 1 für Windows 7 warte, dem könne also durchaus die Zeit davon laufen.

Wenn Sie über den Einsatz von Windows 7 nachdenken, sprechen Sie uns einfach an! Wir beraten Sie hinschtlich der verschiedenen Versionen und unterstützen Sie in allen Phasen der Migration.

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