Transatlantische Bandbreiten sind bald erschöpft

synaix Newsletter Ausgabe 07/2009 vom 01.07.2009

Die gegenwärtigen Transatlantikkabel werden im Jahr 2014 ihre maximale Kapazität ausgeschöpft haben. Zu dieser Feststellung kommt das Beratungsunternehmen Telegeography in einer aktuellen Untersuchung. Der Bedarf an Bandbreite wird den Experten zufolge bis 2015 jährlich um jeweils 33 Prozent ansteigen. Die Maximale Kapazität von 40 Tbps (Terabit pro Sekunde) werde bereits ein Jahr früher, also 2014, erreicht sein.

Der Bedarf für neue Unterseekabel ist klar erkennbar - unklar ist aber, wer sie zur Verfügung stellt und wie das Vorhaben finanziert werden soll. Nachdem in den Jahren des Internetbooms im Zeitraum von 2000 bis 2003 mit der Verlegung von 6 Transatlantikkabeln eine deutliche Überkapazität geschaffen wurde, folgte bald die Ernüchterung: Die Preise rutschten in den Keller und einige Netzbetreiber gerieten in finanzielle Schwierigkeiten bzw. machten Pleite.

Mit den gegenwärtigen Preisen von etwa 14.000 US Dollar im Monat für 10 Gbps (Gigabit pro Sekunde) seien die Kosten für Neuinvestitionen nicht zu stemmen, denn der Betrag decke nur die laufenden Kosten für die Infrastruktur ab. Telegeography geht davon aus, dass die Preise aufgrund der zunehmenden Verknappung der Kapazitäten bald ansteigen werden.

Auch wenn es für eine gewisse Zeit reichen wird, die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Kabel zu erhöhen, kann damit die Neuverlegung von Kabeln nur begrenzt hinausgezögert werden, so das Unternehmen. Angesichts der benötigten Zeit für die Verlegung eines Transatlantikkabels und die Finanzierung eines solchen Projektes rät Telegeography den Netzbetreibern, möglichst bald mit der Planung zu beginnen.

Na, dann hoffen wir mal, dass die das hinbekommen, damit wir auch morgen noch nach Amerika surfen können...

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