vSphere 4 - das erste Cloud-Betriebssystem in der Industrie

synaix Newsletter Ausgabe 05/2009 vom 05.05.2009

Der Virtualisierungsspezialist VMware stellt mit vSphere 4 das erste Cloud-Betriebssystem der Industrie vor. Die neue Infrastruktur ermöglicht Unternehmen im Rahmen einer so genannten Private Cloud die Auslieferung von IT als Service.

vSphere 4 fasst große Teile der Infrastruktur zusammen – Prozessoren, Storage und Networking – und verwaltet diese Ressourcen ganzheitlich als nahtlose, flexible und dynamische Betriebsumgebung. Damit verwaltet die virtuelle Infrastruktur nicht nur die Rechenleistung der beteiligten Server, sondern fasst auch Speichersysteme zu einem Verbund zusammen ("vStorage") und kann zwischen den Virtuellen Maschinen ein eigenes Netzwerk simulieren ("vNetwork") – und das alles als integrierte Funktionen von vSphere.

In der Private Cloud wird nach dem Internet-Vorbild die Software vollständig von der Hardware abstrahiert und Ressourcen nach Bedarf flexibel zugeteilt. Abhängig von der Auslastung der physikalischen Systeme kann vSphere die aktiven VMs auf möglichst wenigen Rechnern zusammenfassen und nicht benötigte Server herunterfahren oder auch nur einzelne Prozessorkerne parken. Über Service Level lässt sich dabei steuern, dass für bestimmte Anwendungen immer die gewünschte Leistung zur Verfügung steht.

Die Einsparungen an Kapital- und Betriebskosten mittels Cloud- Computing sollen mit vSphere4 rund 30 Prozent im Bereich der Hardware- Ressourcen betragen. Mit dem vStorage Thin Provisioning, das die überflüssige Bereitstellung von Speicherkapazität minimiert, indem virtuellen Maschinen nur soviel Kapazität wie nötig zugeteilt wird, lassen sich die Hardware- Anforderungen im Storage demnach sogar halbieren. Ein Distributed Power Management fasst sämtliche Arbeitsvorgänge auf möglichst wenigen Servern zusammen, und senkt damit den Strom- und Kühlungsbedarf um bis zu 20 Prozent.

Im Vergleich zur vorigen Generation, VMware Infrastructure 3, auf der vSphere basiert, hat VMware die Performance und Skalierbarkeit deutlich erhöht. So unterstützt die Software in einer Referenzinstallation 32 physische Server mit bis zu 2048 Prozessorkernen, 1280 virtuelle Maschinen, 32 Terabyte an RAM, 16 Petabyte Speicherkapazität sowie 8000 Netzwerkanschlüsse.

Die finale Version von VMware vSphere wird im Verlauf des zweiten Quartals 2009 erhältlich sein und in sechs Ausgaben angeboten, die auf den Bedarf, die Anwendungsfälle und Budgets von Kunden jeder Größe zugeschnitten sind. Für Bestandskunden von VMware Infrastructure gibt es zudem spezielle Upgrade-Angebote.

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