synaix Newsletter Ausgabe 02/2009 vom 03.02.2009
Citrix Systems und Intel werden gemeinsam einen Hypervisor für den Einsatz auf dem Desktop entwickeln. Die neue Virtualisierungslösung ist speziell für Intel Core 2 Desktops und Centrino 2 Laptops mit Intel vPro-Technologie konzipiert.
Das Herzstück der Lösung ist der Xen-basierte "Bare-Metal" Hypervisor, der direkt auf der Hardware eines Clients läuft. Damit lassen sich Virtuelle Maschinen auf dem Client starten, ohne dass dort ein Host-Betriebssystem installiert ist. Der neue Xen-Client-Hypervisor kann aber laut Citrix auch auf bestehenden Clients, die bereits ein Betriebssystem besitzen, installiert werden.
Das Besondere an dem Ansatz ist die zentrale Verwaltung der Desktops, verbunden mit einer lokalen Ausführung: Im Gegensatz zur Server-basierten Desktop-Virtualisierung nutzt der Citrix Ansatz den Cachespeicher, um Desktop- und Anwendungssoftware direkt auf dem PC auszuführen. Dadurch wird die Performance des Clients erhöht und insbesondere Grafiken sollen schneller dargestellt werden. Als weiterer Vorteil wird die volle Offline-Mobilität für Laptop-Nutzer angeführt.
Dennoch profitiert das Anwenderunternehmen von den Vorteilen des zentralisierten Desktop- und Anwendungsmanagements, so Citrix. Die Unternehmens-IT kann einen zentral verwalteten Corporate-Desktop in einer dynamischen Umgebung mit allen nötigen Anwendungen direkt in einer sicheren, isolierten Client-basierten Virtual Machine bereitstellen.
Die Einführung der neuen Technologie mit dem Codenamen "Project Independence" hat Citrix für die zweite Jahreshälfte 2009 angekündigt.