synaix Newsletter Ausgabe 01 / 2009 vom 06.01.2009
Die Flächendeckende Breitbandversorgung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) aktuell als Mittel zur Konjunkturbelebung propagiert. Ziel ist der Ausbau breitbandiger Funk-, Kabel- und Glasfasernetze zum einen zur Erstversorgung von bisher nicht angeschlossenen Regionen. Der Breitband- Ausbau soll aber auch einen Geschwindigkeitsschub bringen: Einem Arbeitspapier des BMWI zufolge ist geplant, der gesamten Bevölkerung bis zum Jahr 2018 einen Internet-Zugang von bis zu 50 Mbit pro Sekunde (Mbps) zu ermöglichen. Dafür werden Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich angesetzt.
Mit dem Investitionspaket will das BMWI den deutschen Telekommunikationsmarkt leistungsfähig und auch im internationalen Vergleich in einer guten Postion halten. Wie in Veröffentlichungen des Ministeriums auf der Internetseite http://www.zukunft-breitband.de/ zu lesen ist, soll zur Umsetzung der Pläne neben der Festnetz- auch die Mobilinfrastruktur ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang plane man die Reservierung von durch die Umstellung von Analogen- zu Digitalem Antennenfernsehen freigewordenen Frequenzen. Diese sollen insbesondere bei der Erschließung von ländlichen Regionen mit Breitband-Internet Verwendung finden.
Als Investition in die Zukunft empfiehlt das Ministerium außerdem die Verlegung von Leerrohren während des Straßenbaus und bei Sanierungsarbeiten, um später ohne zusätzlichen Aufwand (Glasfaser)kabel verlegen zu können. Angestrebt wird sogar ein sog. Leerrohratlas als Übersichtskarte.
In Großbritannien ist man mit dem Ausbau der Netze offenbar ein ganzes Stück weiter: Der britische Internet Service Provider Virgin Media kündigte zum Jahresende an, schon innerhalb der kommenden sechs Monate landesweit einen Breitband-Service mit 50 Mbps anzubieten. Das verschafft ihm einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz - der Provider Be Broadband kann nur mit immerhin 24 Mbps aufwarten. Und bald werden Benutzer des derzeitigen Durchschnitts von zwei MBit/s ebenso belächelt werden, wie heute ein Anwender mit 56-Kbps-Modem.