Vorhang auf für OpenOffice.org 3.0

synaix Newsletter Ausgabe 11 / 2008 vom 04.11.2008

Genau rechtzeitig zum achten Geburtstag des Projekts hat die OpenOffice.org-Gemeinschaft die Veröffentlichung von OpenOffice.org 3.0 bekannt gegeben. Der Veröffentlichung war ein ausführlicher Beta-Test mit zuletzt mehreren Release Candidates vorausgegangen.

Die freie Bürosoftware auf Open Source Basis stellt sich als Alternative zu anderen Office- Paketen wie z.B. Microsoft Office dar und läuft im dritten großen Update jetzt auch nativ auf der Mac OS X-Plattform.

"OpenOffice.org 3.0 ist mächtiger als je zuvor und mit der Unterstützung von MS Access 2007 .accdb-Dateien, verbesserter Unterstützung für VBA-Makros und der neuen Fähigkeit, MS Office Open XML-Dateien zu lesen, ist es sogar noch einfacher, den Umstieg in Angriff zu nehmen", erklärt Florian Effenberger, Co-Lead des Marketing-Projekts von OpenOffice.org.

Das vom Benutzer auf seine Bedürfnisse anzupassende Büropaket hat ein frisches Aussehen bekommen, mit einem neuen Start-Center, einem neuen Splash-Screen, neuen Icons, und einer Menge von Verbesserungen bei der Bedienbarkeit. Zu den neuen Kern-Funktionen gehören die Unterstützung für die OpenDocument Version 1.2 (u.a. OpenFormula und MetaData) und der ImportFilter für OpenXml.

Im Modul "Writer" (Textverarbeitung) ermöglichen neue Schieberegler zum Zoomen die mehrseitige Darstellung während der Bearbeitung; daneben gibt es eine leistungsstarke Mehrsprachen-Unterstützung und eine deutlich verbesserte Notiz-Funktion. Weiterhin ist es möglich, neben konventionellen Dokumenten Wiki-Dokumente für das Web zu bearbeiten.

Für die TabellenKalkulation "Calc" wurde die Kapazität auf bis zu 1024 Spalten pro Tabellenblatt erhöht. Der neue "Solver" löst Zielwertsuchen mit mehreren Unbekannten. Zudem bietet Calc eine neue Zusammenarbeitsfunktion für mehrere Benutzer.

Native Tabellen werden innerhalb einer Präsentation "Impress" und "Draw" (Grafik) vollständig unterstützt. Das Grafikmodul ermöglicht nun die Bearbeitung von Grafiken in Postergrößen von bis zu drei Quadratmetern

"OpenOffice.org 3.0 zeigt, dass trotz der wachsenden Zahl von Webapplikationen desktopbasierte Software wegen der Anwendungsgeschwindigkeit und des großen Funktionsumfangs die Nase vorn hat, wenn es um ernsthaftes Arbeiten geht. OpenOffice.org macht es auch einfach, sich mit der neuen Web 2.0-Welt zu verbinden, ohne esoterische Web-Sprachen wie XHTML und MediaWiki lernen zu müssen; der Nutzer entwirft Web- und Wiki-Dokumente direkt im Writer", erläutert John McCreesh, OpenOffice.org Marketing Project Lead.

Dabei verweist Marko Moeller, Co-Lead des deutschsprachigen Projekts OpenOffice.org mit Stolz darauf, dass es trotz der vielen Änderungen und neuen Funktionen gelungen sei, ein Produkt mit hohem Wiedererkennungswert zu kreieren.

Auf der Homepage des Projekts http://de.openoffice.org steht die aktuelle Version zum kostenlosen Download bereit.

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