synaix Newsletter Ausgabe 11 / 2008 vom 04.11.2008
Microsoft-Manager Steven Sinofsky hat den Vista-Nachfolger Windows 7 auf der Professional Developers Conference 2008 (PDC) in Los Angeles erstmals offiziell präsentiert. Während Inhalte und Funktionen des Betriebssystems für den Desktop in der öffentlichen Wahrnehmung fast völlig in den Hintergrund treten, wird über den Termin für die Markteinführung heftig spekuliert.
Microsoft hat als Zeitraum für die Veröffentlichung stets drei Jahre nach dem Start von Vista angegeben - das wäre Anfang 2010. Allerdings halten sich hartnäckig Gerüchte, dass Windows 7 bereits Ende der ersten Jahreshälfte 2009 starten könnte. Angesichts des sehr mäßigen Erfolgs von Vista erscheint das nicht abwegig. Laut einer britischen Umfrage von Anfang Oktober werden viele Unternehmen Vista komplett auslassen. Trotz aller Vorsicht mit einem übereilt veröffentlichten und fehlerbehaftetem Windows 7 erneut in die Negativschlagzeilen zu geraten, erscheint es zumindest unwahrscheinlich, dass Microsoft sich erneut das umsatzträchtige Weihnachtsgeschäft entgehen lassen wird, wie das bei der Vista- Einführung der Fall war.
Die kommende Ausgabe R2 des Windows Server 2008 wurde ebenfalls auf der PDC vorgestellt. Den Windows Server 2008 R2 wird es nur noch als 64-Bit Variante geben - damit geht die Ära der 32- Bit- Version zu Ende. Der Server soll Windows 7 optimal dienen, laut Microsoft arbeiten die Entwicklerteams eng zusammen. Zu den bedeutenden Veränderungen - deren Anzahl sich jedoch insgesamt in Grenzen halten wird - gehört die Einführung von Version 2 des Microsoft Hyervisors Hyper-V. Wie bei Konkurrenzprodukten schon möglich, soll man Virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb auf einen anderen Server schieben können, ohne dass die Anwender davon etwas merken.
Neben einer benutzerfreundlicher gestalteten Oberfläche für die Scripting Engine von PowerShell in Version 2.0 verfügt der Server u.a. über eine Stromsparfunktion für das Rechenzentrum. Mit "core parking" soll das Betriebssystem die Rechenlast einer minimalen Zahl von CPU-Kernen aufbürden und die nicht verwendeten zeitweise stilllegen.
Die Teilnehmer der PDC erhalten eine frühe Vorabversion Windows Server 2008 R2 sowie der für Anfang 2009 geplanten Beta von Windows 7.