BMW wirbt für Open Source- Plattform für Autotechnik

synaix Newsletter Ausgabe 11 / 2008 vom 04.11.2008

Der Autohersteller BMW arbeitet an einer Open Source- Plattform für die in der Fahrzeugelektronik eingesetzte Software. Die Pläne zur Entwicklung von Infotainment- Paketen auf Linux- Basis in loser Kooperation mit dem Chip-Hersteller Intel und dem Embedded-Linux-Unternehmen Wind River hatte BMW schon im Frühjahr 2008 vorgestellt.

Auf der Automotive-Konferenz Convergence 2008 im US-amerikanischen Detroit warb BMW nun bei anderen Automobilherstellern für eine Zusammenarbeit bei der neuen Open Source- Plattform. Ziel des Projekts sind einheitliche Schnittstellen für Multimedia- Applikationen für das Auto. Diese sollen Herstellern und Kunden Vorteile bringen: Anbieter von Infotainment- Systemen können damit Produkte entwickeln, die sich problemlos in ein Auto integrieren lassen. BMW will die neue Software in den nächsten fünf bis sieben Jahren in der Massenproduktion einsetzen.

General Motors zeigte bereits erstes Interesse und kündigte an, man werde in den nächsten sechs bis 12 Monaten entscheiden, ob man sich dem Open Source- Projekt anschließe. Andere Autohersteller wie Chrysler, Ford und Honda reagierten etwas abwartender. Auch wenn man die Idee einer Open Source- Plattform begrüße, müsse zunächst geklärt werden, wer für die offene System- Architektur verantwortlich sein soll, hieß es von Honda. Zum Jahresende hat BMW weitere Einzelheiten für das Open Source- Portal angekündigt.

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