Der Erfolg von Fusionen und Firmenübernahmen hängt entscheidend von der IT ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte Consulting. Unternehmen mit gut strukturierter IT können mit Veränderungen demnach insgesamt besser umgehen.
Die Befragung von 450 Führungskräften aus der IT-Branche zeigt, dass Firmenfusionen hauptsächlich dann glücklich verlaufen, wenn die IT-Ausrichtung an den Geschäftszielen besonders ausgeprägt ist. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist das frühe Eingreifen in den Prozess des Unternehmenszusammenschlusses. So sollten Gesichtspunkte der IT-Integration schon während der Konzeption der Übernahmestrategie eingebunden werden. Eine strukturierte Planung und das möglichst frühe Eingreifen in den Geschäftsprozess sind demnach als grundlegend für den Unternehmenserfolg anzusehen.
Mehr als drei Viertel der befragten Verantwortlichen für das Informations- und Kommunikationsmanagement sehen die Erweiterung ihrer IT-Kompetenzen für Wachstumsstrategien mittels Akquisition als sehr bedeutend an. Der große Handlungsbedarf wird dabei direkt ersichtlich, wenn man dieser Aussage das Ergebnis gegenüberstellt, dass über die Hälfte der Befragten die IT-Kompetenzen ihres eigenen Unternehmens als unzureichend einschätzen.
Während die Studie Branchen mit hohem Konsolidierungsgrad wie dem Handel eine hohe IT-Kompetenz zuspricht, seien in den Bereichen Transport und Verkehr, der Energiewirtschaft und dem Finanzsektor lediglich geringe IT-Kompetenzen vorzufinden. Auch branchenübergreifend sei "noch einiges zu tun" bescheinigt die Umfrage, die in Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz erstellt wurde. Immerhin scheitert fast ein Drittel der IT-Projekte während der Unternehmenszusammenführung, und nur 16 Prozent werden erfolgreich innerhalb der geplanten Zeit und im geplanten Kostenrahmen abgeschlossen.
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