Das Erfolgsrezept von Firefox 3.0

synaix Newsletter Ausgabe 07 / 2008 vom 01.07.2008

Mehr als 15.000 Verbesserungen im Vergleich zu Firefox 2 und zur Veröffentlichung ein Weltrekordversuch - mit einem Feuerwerk an Superlativen stellte Mozilla die neueste Version seines Browsers vor.

Sicher, schnell, komfortabel und flexibel sind die Attribute, mit denen Mozilla den Firefox 3 charakterisiert. Besonders auffällig unter den neuen Funktionen ist die schnelle Perfomance. In Firefox 3.0 ist die Javascript-Engine in der Version 1.8 integriert, die zusätzlich einige Erweiterungen von Javascript2 enthält. Dies führt zu einer deutlich verbesserten JavaScript-Performance bei den immer häufiger verwendeten webbasierten Javascript-Anwendungen, wie beispielsweise Google Mail.

Zusammen mit Firefox 3 wurde die Gecko Rendering Machine 1.9 entwickelt und veröffentlicht. Damit besteht der Mozilla Browser ebenso wie Safari 3 und Opera 9 den Acid2-Browser-Test. Dieser vom Web-Standards-Project entworfene Test soll Designer dazu bringen, die HTML- und CSS-2.0-Spezifikationen einzuhalten. Internet Explorer 7 besteht den Test bisher nicht, doch laut Microsoft soll der derzeit im Betastadium vorliegende Internet Explorer 8 den Web-Spezifikationen entsprechen.

Aufgrund der neuen Speicherverwaltung wird der Speicherbedarf kontrolliert und ungenutzter Speicher schneller wieder freigegeben. Dadurch sinkt der Ressourcenbedarf erheblich. In Tests mit mehreren geöffneten Websites belegt der Firefox klar den ersten Platz. Während bei nur einer geöffneten Website die Produkte des Markführers Microsoft noch den geringsten Speicherbedarf aufweisen, nehmen sie bei zehn aktiven Website-Tabs die letzten Plätze ein. Über 147 MByte Speicher belegt der Internet Explorer, während Firefox nur knapp 55 MByte benötigt.

Neben Funktionen für Komfort und Optik legt Mozilla vor allem Wert auf das Thema Sicherheit. Nach der vom Firefox 2 bereits bekannten Anti-Phishing-Funktion enthält Firefox 3 weiterführende Sicherheitsfunktionen wie den Malware-Schutz, der den Anwender vor dem Besuch einer als "attackierend" bekannten Website warnt. Hierfür lädt der Browser im Hintergrund alle 30 Minuten eine aktualisierte Liste mit Websites herunter, von denen bekannt ist, dass sie den PC mit Schädlingen anzugreifen versuchen. Funktionen wie Instant Web Site ID und Verbesserungen am Passwortmanager sowie höhere Sicherheit für Add-ons runden das Sicherheitspaket ab.

Die intelligente Adressleiste sucht bereits besuchte Seiten, sobald man mit der Eingabe beginnt. Damit auch die Optik stimmt, passt sich das Aussehen und Verhalten von Firefox an das jeweilige Betriebssystem an, indem die Icons der Toolbar sich flexibel ändern. Über 5.000 Erweiterungen (Add-Ons) stehen für den Firefox zur Auswahl, die dem Browser neue Funktionen spendieren. Mit dem neuen Add-On-Manager kann der Anwender den Browser für seine Bedürfnisse nun komfortabler personalisieren. Der im Browser integrierte Download-Manager wurde ebenfalls verbessert. Neben einer neuen Oberfläche unterstützt der Download-Manager nun auch die Wiederaufnahme eines noch nicht komplett abgeschlossenen Downloads.

Bei so viel Lob gibt es natürlich auch am Firefox 3.0 noch Schattenseiten. So werden ältere Betriebssysteme wie Windows 95, 98 und ME nicht mehr unterstützt, ebenso wenig die Mac-OS-X-Versionen 10.2 und älter. Auch die Website- Zoom- Funktion ist nach Angaben einiger Tester noch verbesserungswürdig, da hier noch die Skalierbarkeit fehle.

Mozilla hatte zur Veröffentlichung des Firefox 3 im Rahmen des Download Day dazu aufgerufen, einen Weltrekord für die meisten Downloads innerhalb von 24 Stunden aufzustellen. Tatsächlich konnten mehr als 8 Millionen Downloads in diesem Zeitraum registriert werden. Die Vertreter des Guinness World Records überprüfen das Ergebnis derzeit noch. In Europa ist Deutschland übrigens führend bei den Downloads des Firefox. Wenn Sie nun auch die Neugier gepackt hat, können Sie den Browser hier herunterladen: http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/.

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