Tinnitusrisiko durch intensive Handynutzung

synaix Newsletter Ausgabe 03 / 2008 vom 05.03.2008

Wer viel mit dem Handy telefoniert, verdoppelt sein Risiko an Tinnitus zu erkranken - zu diesem Ergebnis kommen Wiener Wissenschaftler und raten daher zur Nutzung von Freisprecheinrichtungen.

Wissenschaftler am Institut für Umwelthygiene der Universität Wien haben jetzt in einer Studie zu diesem Thema einen Zusammenhang zwischen Tinnitus und einer zu intensiven Handynutzung festgestellt. Die Studie ist fertig und wird demnächst publiziert. Tinnitus ist ein Symptom, bei dem der Betroffene chronische Ohrgeräusche etwa in Form eines dauernden Pfeifens oder Zischens wahrnimmt.

"Wir sind überrascht, unsere Ergebnisse zeigen, dass langjährige, intensive Handynutzung das Risiko verdoppelt, einen Tinnitus zu entwickeln. Es gibt für uns Zusammenhänge zwischen dem Tinnitus-Leiden und Anzahl und Dauer von Handy-Gesprächen", so Michael Kundi, Leiter des Institutes für Umwelthygiene. Daher rät er Handygespräche möglichst zu vermeiden oder besser das Festnetztelefon zu verwenden.

Die Mobilfunk-Branche reagierte verhalten auf den möglichen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Handy-Nutzung. Eine Studie allein sei noch kein Beweis, dazu müssten noch weitere Untersuchungen herangezogen werden, äußerte ein Vertreter des österreichischen Forums Mobilkommunikation und verweist darauf, dass aktuelle Arbeiten des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms nicht zum gleichen Ergebnis kommen.

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