synaix Newsletter Ausgabe 01 / 2008 vom 08.01.2008
Das Internet steht für die meisten Menschen an erster Stelle für die Informationsbeschaffung. Aber gerade für die junge Generation spielen dabei auch die öffentlichen Bibliotheken eine wichtige Rolle. Für eine aktuelle Untersuchung hatte das Pew Internet & American Life Project knapp 3000 Verbraucher befragt, wo sie Hilfe suchen bei allgemeinen Problemen aus den Bereichen Steuer, Gesundheit, Recht, Bildung, Regierungspolitik und Immigration.
Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) geht demnach bei der Informationssuche direkt ins Internet. Immerhin 53 Prozent suchen Rat bei Experten wie Ärzten, Schuldirektoren, Juristen, Regierungsbeamten und andere Personen. Die Auswahl der ersten Anlaufstelle hängt dabei natürlich von der Art des Problems ab. So gaben nur 13 Prozent der Befragten Bibliotheken als Informationsquelle in den abgefragten Fällen an, doch sagten 53 Prozent, sie hätten in den vergangenen 12 Monaten eine Bibliothek aufgesucht. Und gerade die Technik- orientierte junge Generation führt dabei den Reigen an: 40 Prozent der 18 bis 30 Jährigen gaben an, sie würden auch zukünftig eine Bibliothek zur Problemlösung aufsuchen, verglichen mit 20 Prozent in der Altersklasse darüber.
Das Internet wird der Untersuchung zufolge gezielt dort als Informationsquelle genutzt, wo es Sinn macht - ohne andere Wege zu verdrängen. Andererseits ergab die Betrachtung der Personengruppe ohne Internet-Zugang oder mit Wählverbindung ins Internet, dass diese Menschen meist älter oder weniger gut ausgebildet und eher ärmer sind. Diese Gruppe suche auch seltener Bibliotheken oder Behörden auf, sondern beziehe ihre Informationen eher aus Funk und Fernsehen.
Das Pew Internet & American Life Project ist eine überparteiliche Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington, DC. Sie untersucht die sozialen Effekte des Internet auf das Leben in den USA.